Tipps zur Veganen Ernährung

von Lisa – Fridays for Future-Aktivistin

Am leichtesten fällt das vegane Leben, wenn man Zuhause isst, dort kann man selbst bestimmen, was in das Essen reinkommt. Natürlich will man ja auch manchmal auswärts essen. In den letzten Jahren ist die Zahl an vegetarischen und veganen Restaurants und Imbissen extrem gestiegen. . Auch in Restaurants, welche nicht ausdrücklich vegan sind, lässt sich immer öfter ein veganes Essen finden. Besonders asiatische oder orientalische Lokale haben mehr Veganes auf der Speisekarte, als man vermuten würde. Manche Gerichte werden durch Weglassen einer Zutat in ein veganes verwandelt. Einfach freundlich nachfragen!
Genau wie Restaurants gehen auch immer mehr Supermärkte, auch Discounter, auf den veganen Trend ein. Milchalternativen und Tofu gibt es wirklich in jedem Supermarkt. Bei etwas ausgefalleneren Dingen wie Hefeflocken (veganer Ersatz für Käse) oder Nussmus musst du vielleicht auf einen Bio-Supermarkt oder ein Reformhaus zurückgreifen. Auch dm ist eine gute Adresse für die unterschiedlichsten veganen Produkte.

Und jetzt noch ein paar Webadressen, Buchtipps, Blogs, usw. für dich, damit du sofort weiterlesen kannst:

BÜCHER:

„Vegan-Klischee ade!“ von Niko Rittenau – Umfassende und gut recherchierte Informationen zu allen Aspekten der veganen Ernährung, quasi das Handbuch schlechthin

„How not to die“ von Dr. Michael Greger – Ein wissenschaftlich fundierter Ratgeber, der alle möglichen Fragen zur Ernährung beantwortet

„Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ von Melanie Joy – Interessantes Buch über den sogenannten Speziesismus

„Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer – Sachbuch über Massentierhaltung und Ethik

„Go vegan!“ herausgegeben von Marlene Halser – Interessante Sammlung von Meinungen vieler verschiedener, zum Teil sehr bekannter Veganer*innen

FILME/VIDEOS:

„Earthlings“ – Über Massentierhaltung und Tierversuche, unter anderem versteckt aufgenommenes Filmmaterial

„Cowspiracy“ – Beschreibt die Auswirkungen der Nutztierhaltung auf unsere Umwelt

„Dominion“ – Berichtet über die gesundheitlichen Folgen einer Ernährung, die auf Tierprodukten basiert

„101 Gründe vegan zu leben/101 Reasons to go vegan“ – Aufschlussreicher Vortrag des Aktivisten James Wildman über die Gründe für ein veganes Leben

„Die Wahrheit über Veganismus – 30 Tage Vegan“ – Mit Infos gespicktes Selbstexperiment von tomatolix

KANÄLE AUF YOUTUBE:

„Vegan ist ungesund“ – Gordon und Aljoscha räumen kreativ und witzig mit Vorurteilen über die vegane Ernährung auf

„5 Minute Recipes – Vegane Rezepte“ – Super als Inspiration zum Kochen

„Niko Rittenau“ – Gut recherchierte Informationen zur veganen Ernährung

… und viele, viele weitere vegane Youtuber*innen, mit ein bisschen Stöbern wirst du schnell deine Lieblinge finden!

BLOGS/PODCASTS:

www.eat-this.org – Sympathischer Foodblog

„VeggieWorld Podcast“ – Podcast der VeggieWorld-Messe, sehr informativ und gut gemacht

„VEGAN ABER RICHTIG“ – Vegan-Podcast des Sportlers Axel Schura

INTERNETSEITEN:

www.happycow.net – Hier kannst du vegane Restaurants in deiner Nähe finden (Gibt es auch als kostenlose App)

www.veganstart.de – Einstieg in das vegane Leben (Ebenfalls auch als App)

www.peta.de – Tierrechtsorganisation, die viel über Veganismus informiert (Kickstart-Newsletter von www.petazwei.de ist auch sehr empfehlenswert)

vebu.de – Vegetarierbund, auf dessen Website unzählige Informationen rund um das Thema Vegan zu finden sind

www.chefkoch.de – Klingt unkonventionell, ist aber auch eine gute Adresse (oder App) für vegane Rezepte von anderen Usern, man kann als Filter „vegan“ einstellen

Puuuh, viel Spaß dabei, das alles zu durchforsten! Natürlich gibt es noch viel, viel mehr, was es rund um die vegane Ernährung veröffentlicht wurde und das es zu entdecken gibt! Viel Spaß damit!

1. Alternativer Unterricht von der foodsharing- Gruppe Stuttgart

#foodsharing4future

– von Max & David

Wäre die globale Lebensmittelverschwendung ein Land, dann würde sie hinsichtlich der energiebedingten Treibhausgas-Emissionen nach China und den USA auf dem dritten Platz stehen, mit ca. 3,3 Mrd. Tonnen CO2 von insgesamt 35 Mrd. Tonnen CO2 jährlich. Lebensmittelverschwendung verschärft die Klimakrise also massiv.

Pro Sekunde werden in Deutschland ca. 313 kg genießbare Lebensmittel pro Sekunde weggeworfen. 

Neben den Auswirkungen aufs Klima geht mit der Lebensmittelverschwendung auch eine rieses Ressourcenverschwendung einher; alle Ressourcen, welche in die Produktion eines Lebensmittels geflossen sind, werden durch das Entsorgen unnötig verschwendet, so wie zum Beispiel wertvolles Wasser. Besonders dramatisch ist dies bei Lebensmitteln, welche einen sehr langen Transportweg haben oder tierischen Ursprungs sind. Für ein Kilogramm Rindfleisch werden ca. 15.000 Liter Wasser verbraucht, die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln braucht um ein Vielfaches weniger, ganz abgesehen von den oft unsäglichen Haltungsbedingungen und dem Tierleid in der Massentierhaltung.
Das Futtermittel (z.B. Soja) kommt oft aus fernen (manchmal armen) Ländern (wo es große Flächen gibt und das Klima günstiger ist), wodurch die Verteilungsungerechtigkeit sowie Hunger und Armut verschärft werden und die Umweltzerstörung massiv zunimmt.

Ein Grund für das Wegwerfen noch genießbarer Lebensmittel ist der falsche Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Dieses wird vom Hersteller festgelegt und garantiert, dass bis zu diesem Datum die spezifischen Eigenheiten des Produkts (Geruch, Farbe, Konsistenz, Geschmack) erhalten sind. Darüber hinaus können die meisten Produkte mit abgelaufendem MHD bei richtiger Lagerung aber noch Wochen, Monate oder auch Jahre unbedenklich verzehrt werden. Wichtig ist, dass man die Lebensmittel vorab genau anschaut, riecht und probiert. Übrigens: es gibt kein Verkaufsverbot für Lebensmittel mit abgelaufenem MHD. Das Unternehmen oder der Supermarkt muss nur die Sicherheit des Lebensmittels prüfen und es beim Verkauf entsprechend kennzeichnen. 
Ganz wichtig ist die Unterscheidung zum Verbrauchsdatum. Dieses steht auf verderblichen Lebensmittel, wie z.B. rohem Hackfleisch und sollte unbedingt beachtet werden, da nach Ablauf des Verbrauchsdatums eine Gesundheitsgefahr durch Keime bestehen könnte. Lebensmittel mit abgelaufenem Verbrauchsdatum dürfen auch nicht mehr verkauft, sondern müssen entsorgt werden.

Neben dem reflektierten Umgang mit dem MHD brauchen wir wieder mehr Wertschätzung für Lebensmittel; mit jedem Einkauf zeigen wir, welche Herstellungsbedingungen uns wichtig sind, ob wir auf fairen Handel achten und welche Qualtität uns am Herzen liegt. Aktuell geben wir in Deutschland nur ca. 10% unseres Einkommens für Lebensmittel aus, liegen damit europaweit sehr weit hinten und zeigen, dass der Stellenwert von Lebensmitteln nicht besonders hoch ist.
Aber Lebensmittelverschwendung ist ein dringendes, gobales Problem, welches von allen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette angegangen werden muss. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen verpflichtete sich Deutschland dazu, die Lebensmittelabfälle im Einzelhandel und in privaten Haushalten bis 2030 um 50 % zu reduzieren. Doch die deutsche Bundesregierung lässt bisher keine ernsthaften Bemühungen erkennen, dieses Ziel zu erreichen. Die veröffentlichte Strategie setzt auf freiwillige Zielvereinbarungen mit den Unternehmen und verzögert so notwendige Entscheidungen. Um Deutschland vor einem erneuten Wortbruch – wie bei den Klimaschutzzielen für 2020 – zu bewahren, fordert foodsharing Maßnahmen, ohne die das Halbierungsziel nicht erreicht werden kann. Dazu gehört unter anderem eine verbindliche Dokumentationspflicht für Unternehmen, um die Lebensmittelverluste auf jeder Stufe der Wertschöpfungskette – vom Acker bis zum Teller – einheitlich und korrekt zu erfassen. Die Daten müssen von unabhängiger Seite überprüft und unternehmensbezogen veröffentlicht werden. Ein Sichtbarmachen des Problems ist der erste Schritt zur Lösung.
Waren  im  Überfluss  gehören  für  viele  Unternehmen  zum  Wirtschaftskonzept und führen zur Vernichtung wertvoller Nahrungsmittel. Deswegen und aufgrund der Dringlichkeit reicht es nicht, auf  freiwillige  Vereinbarungen  und  das  Wohlwollen  der  Unternehmen zu vertrauen. Notwendig sind verbindliche Zielvorgaben für  die  einzelnen  Unternehmen,  die  sich  jährlich  erhöhen  und  sicherstellen, dass bis zum Jahr 2025 die Lebensmittelabfälle um 30 % und bis 2030 um 50 % reduziert werden. Die Einhaltung der Zwischenziele  muss  über  Sanktionen  –  etwa  Bußgelder  bis  hin  zur  Betriebsstilllegung  –  gewährleistet  werden.  Darüber  hinaus  muss ein “Wegwerfstopp für Supermärkte“ dafür sorgen, dass der Lebensmittelhandel überschüssige Lebensmittel nicht länger entsorgt, sondern sie beispielsweise reduziert anbietet oder spendet.

Foodsharing ist eine 2012 in Deutschland entstandene Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Überproduzierte und nicht gewollte Lebensmittel werden vor der Tonne gerettet und unentgeltlich verteilt. Durch über 200.000 registrierte Nutzer*innen und über 50.000 freiwillige Foodsaver*innen ist die Initiative mittlerweile zu einer internationalen Bewegung geworden. Neben dem aktiven Lebensmittelretten versteht sich foodsharing auch als eine bildungspolitische Bewegung, die sich den nachhaltigen Umwelt- und Konsumzielen der Vereinten Nationen verpflichtet fühlt. Die globalen Zusammenhänge im Blick, sorgt das Wirken der Freiwilligen lokal für Vernetzung, Integration, Gemeinschafts- und Gesellschaftsbildung.

Kontakt zur foodsharing-Gruppe Stuttgart: stuttgart@foodsharing.network
Nächste Treffen: 9. Mai und 5. Juni, jeweils um 19 Uhr im Umweltzentrum Stuttgart (Rotebühlstr. 86/1)
Anmelden & Mitmachen: www.foodsharing.de